Wasser gegen Depression?

Wie bitte? Kann etwas, das kein Pharmakonzern vertreibt und relativ günstig in der Anschaffung ist, Wirkung haben? Lassen Sie dazu Studien sprechen, z.B. die der Medizinischen Universität Wien [1].

Deren Fazit: Im Trinkwasser natürlich enthaltenes Lithium senkt deutlich die Suizidrate!

Soweit so gut. Trotzdem ist Lithium kein Wundermittel. Bei akuter Suizidgefährdung braucht es mehr, als eine Flasche Heilwasser. Natürlich kann Depression neben psychogenen Ursachen nicht nur in einem niedrigen Lithiumspiegel begründet sein. Dennoch wird Lithium seit Jahrzehnten als Phasenprophylaktikum bei bipolaren Störungen (Manie und Depressivität im Wechsel) und zur Suizidprävention bei depressiven Patienten eingesetzt.

Dazu die Uni Wien [1]:

“Die Bedeutung von Lithium als wichtiger Faktor in der Therapie und Prävention psychischer Erkrankungen ist unumstritten.”

“Bei keiner anderen Substanz ist die Evidenz für suizidprotektive Wirkung so gut belegt wie bei Lithium.”

Daher erscheint es mir durchaus sinnvoll, über die Wahl des Trinkwassers zumindest einmal nachzudenken. Wer es wie ich genau wissen will, lässt seinen Lithiumspiegel im Blut messen. Dazu muss man keine depressive Stimmung haben. Bekommen will ich sie aber auch nicht, deshalb veranlassten mich das Ergebnis der Messung sowie der Rat von Dr. Strunz, im Getränkemarkt einen kritischen Blick auf das Etikett zu werfen.

Nebenbei erwähnt, fallen auch die Ergebnisse von Prof. Rüstow aus Jena im Experiment mit Würmern auf: Gibt man ihnen Lithium, verlängerte sich ihr Leben. Auf den Menschen umgerechnet 3-4 Jahre [3]. Und verbessert sich dazu vielleicht gerade im Falle eines depressiven Menschen auch noch die Lebensqualität, spürbar durch z.B. mehr Freude und Antrieb, staunt man umso mehr über das Antidepressivum aus der Wasserflasche [4].

Wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie ein entsprechendes Heilwasser supplementieren!

Ihr Michael Göhring, info@innenfokus.de

Quellennachweis

[1] Lithium im Trinkwasser senkt die Suizidrate – www.meduniwien.ac.at

[2] Lithium in drinking water and suicide mortality – bjp.rcpsych.org

[3] Lithium – www.strunz.com

[4] Lithium und die Kraft des Windes – www.strunz.com

Hinweis zu Geschichten

Geschichten gebe ich Dir bewusst unkommentiert oder allenfalls um Impulsfragen ergänzt weiter. So entsteht ein Freiraum für individuelle Interpretation. Und genau dort, in diesem selbst erwirkten Bezug, entfalten Geschichten und Metaphern ihr volles Potential. In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute Zeit beim Lesen, Anhören und Wirkenlassen.


“Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen – Erwachsenen, damit sie aufwachen.” – Jorge Bucay